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Was ist Aronia / Apfelbeere?

 Aronia / Apfelbeere

Die Aronia, auch Apfelbeere genannt, ist ein bisher wenig beachtetes Obst, das jedoch in den letzten Jahren immer beliebter geworden ist. Im folgenden Text erfahren die Leser alles über die Herkunft, die Wirkstoffe und den Anbau dieser Pflanze und welche Produkte es zu kaufen gibt.

 

Schwarze, reife Aroniabeeren (Apfelbeeren)

Schwarze, reife Aroniabeeren (Apfelbeeren)

 

Inhaltsstoffe von Aronia / Apfelbeere

Die zunehmende Beliebtheit der Aronia liegt vor allem in den gesunden Inhaltsstoffen dieser Frucht begründet. Die Aronia-Beeren enthält bedeutende Mengen an Provitamin A, Vitamin B2, Vitamin K und Vitamin C, außerdem auch Folsäure und Flavonoidsäure. Besonders wichtig ist die Aronia aber wegen der enthaltenen Antioxydanzien. Diese wirken entzündungshemmend und reparieren Zellschäden, die durch freie Radikale entstanden sind. Wirksame Antioxydanzien in der Aronia-Frucht sind die Anthocyane. Sie sind auch für die dunkelrote Färbung der Frucht verantwortlich. Sehen wir uns die Inhaltsstoffe der Aronia einmal im Vergleich an. Zu 85 % besteht die Beere aus Wasser. Damit befindet sie sich auf Augenhöhe mit den meisten anderen Obstsorten wie Äpfeln, Birnen oder Erdbeeren.
Sehr hoch ist der Gehalt an Anthocyanen. Er liegt bei knapp 1500 mg je 100 Gramm Früchten. Die Aronia enthält damit dreimal soviel von diesem Wirkstoff wie die Heidelbeere oder die schwarze Johannisbeere. Lediglich die Holunderbeere kommt mit knapp 1350 Gramm noch am nächsten.Nur im unteren Mittelfeld liegt die Aronia dagegen beim Vitamin C-Gehalt. Etwa 21 mg sind in 100 Gramm Beeren enthalten. Zum Vergleich: In 100 Gramm Erdbeeren sind schon 50 mg Vitamin C enthalten. Diese Menge steckt auch in zwei Kiwis oder zwei Orangen. Der Spitzenreiter Acerolakirsche enthält dagegen bis zu 1700 mg je 100 Gramm Früchten. Viel enthält die Aronia dagegen vom Provitamin A. Etwa 1,5 mg sind in 100 Gramm Beeren enthalten. 100 Gramm schwarze Johannisbeeren liefern dagegen nur 0,2 mg. Sehr viel Provitamin A enthält dagegen die Hagebutte mit über 4 mg je 100 Gramm, doch wer möchte schon pfundweise Hagebutten essen? Bei den B-Vitaminen unterscheidet sich die Aronia jedoch nicht merklich von anderen Beerenarten.Auffällig ist aber nicht nur ihr hoher Gehalt an gesunden Inhaltsstoffen, sondern auch ihr bemerkenswert geringer Zuckergehalt. 100 Gramm Aronia enthalten lediglich 7 Gramm Zucker, davon sind 50 % Fruchtzucker, 50 % Traubenzucker. Dies ist besonders wichtig, da Fruchtzucker in größeren Mengen von vielen Menschen nicht gut vertragen wird. Es wird empfohlen, nicht mehr als 25 Gramm Fruchtzucker auf einmal zu sich zu nehmen. Dies wären aber gut 700 Gramm Aroniabeeren. Dass jemand diese Menge auf einmal vertilgt, kann als ausgeschlossen gelten. Eiweiß und Fett kommen in der Aronia-Frucht in ausschlaggebender Menge nicht vor.

 

Herkunft

Die Aronia-Beere kommt ursprünglich aus Nordamerika. Sie ist in den nordöstlichen USA und in Kanada weit verbreitet. Im 20. Jahrhundert begannen sich die Europäer für die Frucht zu interessieren. Von großer Bedeutung ist hier der russische Botaniker Iwan Mitschurin, der Ende des 19. Jahrhunderts einige Pflanzen nach Russland brachte. Aufgrund des sehr ähnlichen Klimas gedeihten die Aronia-Sträucher in Russland prächtig. Mitschurin begann besonders ertragreiche Sorten heranzuzüchten, anschließend fand die Aronia schnell Eingang in Obstplantagen und private Gärten. In den 70er Jahren kam die Pflanze dann aus der Sowjetunion in die DDR und wurde auch dort auf Plantagen kultiviert. Man findet die Aronia daher noch heute vor allem in Sachsen und Brandenburg.
getrocknete aroniabeeren (apfelbeeren) in Müesli

getrocknete aroniabeeren (apfelbeeren) in Müesli

Anbau und Pflege

Es handelt sich bei der Aronia um Sträucher mit schmalen, länglichen Blättern. Die Pflanze gilt als sehr anspruchslos. Aufgrund ihrer Herkunft aus dem amerikanischen Nordosten kommt die Aronia auch mit sehr kalten Wintern problemlos zurecht. Auch Temperaturen jenseits von -20°C machen ihr nichts aus. Eine Abdeckung muss nicht erfolgen. Die Aronia kann im Sommer längere Phasen der Trockenheit schadlos überstehen, allerdings sollte aus Gründen des größtmöglichen Ertrages während sommerlicher Hitzeperioden eine zusätzliche Wässerung erfolgen.
Die Pflanze braucht nicht unbedingt verschnitten werden, allerdings kann es nicht schaden, zu eng stehenden Triebe heraus zu nehmen. Lange Triebe sollten etwas eingekürzt werden, um die Verzweigung zu fördern. Bei veredelten Pflanzen ist natürlich darauf zu achten, die Veredelung nicht zu beschädigen. Der beste Zeitpunkt zum Verschnitt ist der späte Winter, vor dem ersten Austreiben. Die Aronia braucht keine besondere Düngung. Vermehren lässt sich die Pflanze durch Samen, aber auch durch Stecklinge. Dazu wird ein etwa handgroßer Trieb entfernt und in den Boden gesetzt. Dies geschieht idealerweise im Herbst. Auch aus dem Wurzelstock schießen regelmäßig neue Triebe (ähnlich wie beim Flieder). Diese können ebenfalls zur Vermehrung genutzt werden.
Aroniasaft Aronia Saft Apfelbeeren

Aroniasaft / Apfelbeerensaft



Aronia-Produkte

Der Aronia-Beere werden viele gute Eigenschaften zugeschrieben. In Studien hat sich gezeigt, dass Aronia-Beeren, über einen längeren Zeitraum konsumiert, den Cholesterinspiegel messbar senken können. In einer anderen Studie konnte eine hemmende Wirkung auf das Wachstum von Krebszellen beobachtet werden. Ebenfalls wird der Beere eine positive Wirkung auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck nachgesagt. Ob diese Resultate spezifisch auf die Aronia-Beere zurückzuführen sind oder nicht auch durch den Konsum anderer Obstsorten erreicht werden können, darüber streiten sich die Experten.
Wer keinen eigenen Garten hat, der bekommt die Aronia in Bioläden oder Reformhäusern. Im Supermarkt findet man sie leider nur selten. Auch Trockenfrüchte werden mitunter angeboten, sind aber mit Vorsicht zu genießen, denn durch die Trocknung geht der Wasseranteil verloren und der Zuckergehalt je Gewichtseinheit steigt übermäßig an. Oftmals findet man im Supermarkt dagegen Aronia-Saft. Es sollte darauf geachtet werden, dass dieser keine Zucker-Zusätze enthält. Um den Körper mit Antioxydanzien zu versorgen, genügt allerdings schon ein Glas am Tag. Weiterhin gibt es noch konzentrierte Präparate zur täglichen Einnahme von unzähligen Anbietern. Diese sollten allerdings nur aus einer seriösen Quellen gekauft werden.

 

 

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