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Aronia / Apfelbeere Informationen

Aronia melanocarpa (Apfelbeere)

Die Aronia gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosacea) und zählt zum Kernobst. Die schwarze Apfelbeere stammt ursprünglich aus dem östlichen Norden Amerikas und dem südlichen Kanada. Die ausgeprägte Frostresistenz war der Hauptgund weshalb die Aronia im 18. Jahrhundert den Weg nach Russland, Skandinavien und Osteuropa fand.  Dank dem regelmässigen Beerenertrag und der Frosthärte etablierte sich die Apfelbeere sehr schnell und wurde in Plantagen angebaut.  Nach dem zweiten zweiten Weltkrieg gelangte die Aronia über den Balkan nach Mitteleuropa.

In vielen Gärten befinden Aronia Pflanzen und die Besitzer sind sich über deren Nutzen nicht bewusst. Den Weg in die Gärten fand Aronia durch die Blütenpracht im Mai, der wunderschönen roten Herbstfärbung und den Beeren als Futter für die Vögel.

Die Hauptanbaugebiete von Aronia befinden sich heute in Polen und Bulgarien. Ebenfalls besitzt Slovenien und Tschechien ordentlich Aronia Anbau.

Aronia Pflanze Blüte

Aronia ist nicht nur wegen den Beeren, sondern auch wegen den schönen Blüten beliebt.

Aronia Anbau im Trend in Westeuropa

In den letzten 10 Jahren hat sich der Anbau auch in Deutschland (ca. 500 ha / 2016), Österreich (ca. 350 ha / 2016) und der Schweiz (ca. 75 ha / 2016) stark entwickelt.

In der Schweiz wird praktisch ausschliesslich die Sorte “Nero” angepflanzt. Diese Sorte stammt ursprünglich aus der Tschechoslowakei. Als Hauptgrund für diese Sortenwahl gilt der aufrechte Wuchs (bessere Pflückbarkeit). Analysen der Inhaltstoffe der verschiedenen Sorten und Typen von Aronia zeigten relativ geringe Unterschiede (Jeppsson 2000).

Der Aroniastrauch ist stark verzweigt und hat eine Wuchshöhe von 2 – 3 Metern. Er breitet sich durch Bodentriebe auf einer Fläche von 1 maus.  Blüten bzw. die Beeren entwickeln sich vorwiegend am einjährigen Holz und an den Terminalknospen.

Aronia blüht in der Regel ca. mitte Mai und dies während 7 – 10 Tagen. Durch die lange und späte Blütezeit ist sie wenig spätfrostgefährdet oder es drohen mindestens keine Totalverluste. Die Bestäubung erfolgt hauptsächlich durch den Wind. Für die Bienen scheinen die Aronia nicht so interessant zu sein. Beobachtungen zeigen, dass auch Bienenvölker die sich in unmittelbarer Nähe der Plantagen befinden, die Blüten nicht so intensiv besuchen.

Die Fruchtentwicklung bis zur Ernte dauert bei Aronia ca. 90 Tage. Die reifen Aroniabeeren haben eine relativ harte Schale die wachsartig überzogen ist und ca. 1 bis 1,2 gr. wiegen. Wenn die Frucht halbiert wird, offenbart sich auch die Logik des Namens “Apfelbeere”. Das Kerngehäuse ähnelt dem eines Apfels. In diesem befinden sich 4 – 8 Kerne.

Die erntereife Beere ist aussen violett-schwarz und leicht glänzend. Der Geschmack ähnelt dem einer unreifen Heidelbeere. Der Zuckergehalt von Aronia ist eigentlich hoch, trotzdem empfinden wir die Früchte nicht als süss. Grund dafür ist der hohe Anteil an den wertvollen Inhaltstoffen wie Polyphenole und Gerbstoffe.

Im Mittelland der Schweiz sind die Aronia je nach Jahr gegen Ende August bis Anfang Sepember erntereif.

Wenn die Vögel und die Kirschessigfliegen die reifen Aronia verschonen, bleiben sie über viele Wochen bis in den Winter am Strauch hängen. Pilze und Bakterien können die Beeren nicht verderben. Der hohe Gehalt an wertvollen Inhaltstoffen (Gerbstoffe, Polyphenole) schützt nicht nur uns, sondern auch die Beeren selber. Keine andere Frucht ist so stabil.

 

Bildquelle: Urheber: Argument / 123RF Standard-Bild



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